Sunday, June 23, 2013

Idea: A new toy (ein neues Spielzeug) ... HP Microserver N54L

Ich fertige regelmäßig Backups meiner Systeme an. Diese werden auf der Systemplatte meines Notebooks abgelegt und via rsync auf mobilen Speicher dupliziert. Hierzu verwende ich eine USB-Festplatte. Diese enthält auch Medien-Dateien und wird regelmäßig an den Fernseher angeschlossen. Prinzipiell halte ich meine Daten daher für sicher. Aber vor kurzem stieß ich an die Grenzen ihrer Kapazität.

Schon länger habe ich nach einer Alternative gesucht, nicht zuletzt da heute viel größere Festplatten möglich sind und mein Laptop über einen eSATA-Anschluss verfügt, der schneller als USB2.0 ist. Meine bevorzugte Variante war ein FANTEC DB-ALU3e Gehäuse mit einer WD Red WD20EFRX 2TB (5400 RPM) Festplatte, die für den 24/7 Betrieb zertifiziert ist (und zudem über eine ausgezeichnete Reputation verfügt). Die Kombination lief sehr gut und schnell, sieht edel aus, benötigt aber eine externe Stromversorgung. Ich kann Sie als Speicherlösung absolut empfehlen.

Allerdings hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch weitere Ansprüche, die mit der o.g. Lösung nicht zu befriedigen sind. So trage ich mich bereits länger mit dem Gedanken an ein RAID-1-NAS. Außerdem spiegelt sich die Beanspruchung meiner Notebook-Festplatte durch das Pakete-Bauen für Debian im S.M.A.R.T.-Status wieder. Daher wollte ich diese Arbeit an einen robusten lokalen buildd-Boliden abgeben und habe über den Kauf eines günstigen Rechners nachgedacht. Ein NAS verbraucht aber deutlich weniger Strom als ein Desktop-Rechner.

Also wie lässt sich ein buildd und ein energiesparendes NAS vereinen? Per Zufall stieß ich bei einem lokalen Händler auf den HP ProLiant MicroServer N40L. Das Angebot klang super und so entschied ich mich zum Kauf meines neuen Spielzeuges: ein HP ProLiant MicroServer N54L, der zukünftig folgende Aufgaben verrichten soll:

Datensicherung
Die Sicherung der Daten erfolgt cron-gesteuert auf den RAID-Verbund in eine gesonderte (verschlüsselte) Partition. Der S.M.A.R.T.-Status der Festplatten wird via smartd überwacht. Sollte eine Platte kaputt gehen, bestehen gute Aussichten, die Daten zu retten. Eine zukünftige Option wäre auch noch ein RAID-6 Verbund.
NAS / File-Server
Das Gerät verfügt über bis zu 6 SATA Anschlüsse. Davon werden vier standardmäßig via Wechselrahmen belegt. Die mitgelieferte 250GB Festplatte wird vorerst das Betriebssystem aufnehmen und an den drei verbleibenden Anschlüssen werden zunächst drei WD Red WD20EFRX 2TB (5400 RPM) Festplatten als RAID-5-Verbund für den notwendigen Platz sorgen. Letzterer lässt sich ohne Erweiterung nur via Software-Raid und mdadm realisieren.
buildd
Betriebssystem wird Debian GNU/Linux. Der Hauptspeicher wird auf mindestens 8GB ECC-Ram aufgerüstet.
HTPC (XBMC)
Der Microserver lässt sich nicht als Massenspeicher an einen Fernseher anschließen. Daher soll vorr. XBMC in Verbindung mit einem USB3.0 BR/DVD-Player den Server zum Entertainment-Gerät erheben.

Das ganze soll möglichst wenig Strom verbrauchen und leise sein. Zum Anschluss an das lokale Netzwerk habe ich mich für WLAN entschieden, da kein Gigabit-Ethernet vorhanden ist. Folgende Teile benötige ich für "meinen" Server:

Server
HP ProLiant N54L MicroServer mit Turion II Neo 2,2 GHz, 2GB RAM/250GB HDD - ca. 200 EUR (lokal)
Belüftung / Lautstärke
Scythe Slip Stream Gehäuselüfter 120mm 800RPM 11dB - ca. 9 EUR (SY1225SL12L)
Scythe Slip Stream Gehäuselüfter 120mm 500RPM 7,5dB - ca. 8 EUR (SY1225SL12SL)
Netzwerk
TP-Link TL-WN722N(C) 150Mbps USB-Adapter - ca. 15 EUR (TL-WN722N(C))
File-Server
3x WD Red WD20EFRX 2TB 5400 RPM SATA600 für NAS 24/7 - ca. 95 EUR / St. (WD20EFRX)
buildd
8GB (2x4GB) Kingston ValueRAM DDR3-1333 CL9 ECC Modul RAM-Kit - ca. 85 EUR (KVR1333D3E9SK2/8G)
16GB (2x8GB) Kingston ValueRAM DDR3-1333 CL9 ECC Modul RAM-Kit - ca. 145 EUR (KVR1333D3E9SK2/16G)
HTPC
Sapphire Radeon HD 5450/6450/6570/6670/7750 PCIe 16x Low-Profile passiv/aktiv - ca. 25..100 EUR (11166-45-20G, 11190-09-20G, 11191-27-20G, 11191-02-20G, 11192-18-20G, 11202-10-20G)
SILVERSTONE PCIe 1x USB3.0 2xInt 2xExt - ca. 21 EUR (SST-EC04-P)
Logitech K400 od. Keysonic ACK-540RF - ca. 40 EUR (920-003100 bzw. ACK-540 RF)
BR/DVD-Player od. Brenner mit USB3.0 Anschluss - 50..100 EUR
LCD-Mod
LDC Display Modul mind. 4x20 - ca. 10 EUR

Interessant ist auch noch die Option einer echten RAID-Karte. Ich stieß dabei auf die IBM ServeRAID M1015 (46M0831) und diesen Hinweis. Kauft man stattdessen den "Schlüssel" zur Freischaltung des vollen Funktionsumfanges, dann bezahlt man (lokal) zusätzlich ca. 150 EUR! Aber das nur BTW.

Nützliche Links:

5 comments:

  1. Macht 825 Euro in der teuersten Variante ohne Schlüssel zum Freischalten des RAID.

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  2. Wie sieht es mit dem Energieverbrauch aus?

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    1. Den messe ich später noch. Sobald ich die Werte habe, werde ich sie auch veröffentlichen. Hier hat sich ein Nutzer mit maximalem Stromsparen beschäftigt. Weitere Hinweise gibt es im Sammelthread.

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    2. "Idle" verbraucht der Server (3x 2TB WD Red + 1x 500G WD Black + USB 3.0 PCIe + LCDMod + Debian Wheezy) 27W. Die W-Lan USB-Karte nimmt satte 10W(!) zusätzlich. Unter Last (z.B: kompilieren mit beiden Kernen) verbraucht er weitere 20W und liegt dann bei 55-57W.

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