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Tuesday, December 19, 2017

Silikonreste/Silikonklebereste im Aquarium entfernen

Dies ist ein Tip, um Silikonreste von ehemals verklebten Innenfiltern und Strukturwänden sauber und rückstandslos zu entfernen. Die fragliche Stelle muss trocken sein, also mindestens über der Wasseroberfläche liegen.

Zunächst nehme ich einen Ceranfeld- oder Glasschaber. Im Prinzip ist dies nicht anderes als ein Gerät, mit einer scharfen Rasierklinge im Kopf. Mit dem Schaber wird zunächst das Silikon soweit wie möglich vorsichtig abgetragen. Bei korrekter Anwendung ist das für das Glas selbst auch ungefährlich. In der Regel verbleibt danach nur noch eine sehr dünne Schicht Silikon auf dem Glas. Um diese nun ebenfalls zu entfernen, trage ich vorsichtig mit einem Pinsel Silikonentferner (fertiges Lösemittelgemisch aus dem Baumarkt) auf die fragliche Stelle auf und lasse es einwirken. Hierbei sollte man grundsätzlich sehr vorsichtig sein, da ja alle Verklebungen am Aquarium aus Silikon sind. Nach der vorgeschriebenen Einwirkzeit kann nun auch die dünne Silikonschicht mit dem Schaber recht einfach entfernt werden. Evtl. ist an wenigen Stellen die Behandlung zu wiederholen. Die Stelle kann und sollte im Anschluss mit Aceton o. ä. vorsichtig gereinigt werden, um die Resten des Silikonentferners ebenfalls zu entfernen. Wer möchte, wischt feucht nach. Das Glas ist danach rückstandsfrei sauber.

Das Ganze funktioniert im Übrigen auch auf dem Innenfilter selbst. Allerdings sind hier bei der mechanischen Bearbeitung mit dem Schaber Kratzer möglich!

Tuesday, September 26, 2017

Waldfunde - Buchen-Streckfuß

Raupe des Buchen-Streckfuß Raupe des Buchen-Streckfuß
Buchen-Streckfuß / Buchenrotfuß / Rotfuß / Calliteara pudibunda
Dresdner Heide, Dresden, Deutschland
September 2017

Sunday, September 10, 2017

Waldfunde

HexeneiZwei Hexeneier mit sichtbarer GlibaStinkmorchel (Phallus impudicus)
Hexeneier der Stinkmorchel / Phallus impudicus
Dresdner Heide, Dresden, Deutschland

Friday, September 8, 2017

Waldfunde

Waldfunde

Danke an Walter Schön für die Hilfe bei der Bestimmung.

Friday, August 14, 2015

Gammaeule und Hausmutter

Schon seit Monaten treiben grüne Raupen ihr "Unwesen" in meinen Kräutern und dem Salat. Aufgrund ihrer (eher unauffälligen) Zeichnung und des charakteristischen "Katzenbuckels" bei der Fortbewegung vermutete ich, dass es sich um die Larven der Gammaeule handeln könnte. Kurzentschlossen habe ich mir eine Fauna-Box (auch Faunarium) besorgt:

Fauna-Box in der ÜbersichtFraßbereich in der Fauna-BoxPuppen in der Fauna-Box

Auf der einen Seite befindet sich der Fraßbereich. Als Unterlage dient Küchenpapier, das befeuchtet wird. Das Futter ist Löwenzahn - auch Salat ist möglich; die Gammeeule hat viele Futterpflanzen - und wird frisch und trocken in einer kleinen Glasflasche mit Wasser bereitgestellt. Das Futter muss täglich gewechselt werden. Auch die Unterlage wird täglich getauscht und der Kot entfernt. Deswegen auch die Trennung der Faunabox in zwei Bereiche! Die andere Seite der Box kann zunächst mit zerknülltem (Küchen-)Papier belegt werden. Die Raupen der Gammaeule suchen sich zur Verpuppung einen geschützten Bereich (Papier, manchmal auch Blatt der Futterpflanze) und spinnen sich ein. Man kann die Puppen nach einer Weile vorsichtig vom Untergrund trennen, wenn man möchte oder der Standort ungünstig ist. Ich konnte keine Schäden dadurch beobachten.

Nach dem Schlupf ist eine Kletterhilfe scheinbar nicht notwendig. Die Zeit, bis der Falter schlüpft, beträgt nur einige Tage (evtl. 1-2 Wochen?). Dann kan man ihn bewundern :) Es handelt sich tatsächlich um die Gammaeule (im ersten Bild oben befindet sich eine Raupe):

Gammaeule - Schmetterling und Raupe auf LöwenzahnGammaeule auf Löwenzahn

Die Fraßschäden, die die Raupen der Gammaeule bei mir hinterlassen haben, betrafen vor allem den Salat (Lollo Bionda+Rosso), das Thai-Basilikum, teilweise Genoveser- und rotes Baslikum, Kohlrabi, Borretsch sowie die Buschbohnen. Ich kann es verkraften :) und verzichte daher auch weiterhin auf ihre chemische Bekämpfung (Ablesen hilft zur Not auch).

An einem Löwenzahn fand ich eine weitere Raupe. Ich vermute eine Hausmutter, die letztes Jahr in großer Zahl an meinen Paprikas zu finden war. Leider scheint diese einen anderen Ort für die Verpuppung zu benötigen und sich in der Fauna-Box nicht sehr wohl zu fühlen. Sie frisst nicht mehr, sucht aber auch nicht das Küchenpapier oder das Futter auf. Eine Verpuppung findet (noch) nicht statt. Sie ist träge und wirkt eher trocken als "fett". Den fertigen Falter konnte ich dieses Jahr auch schon bewundern:

Hausmutter auf Apfelbaum (Dresden, 11.06.2015)Hausmutter auf Apfelbaum (Dresden, 11.06.2015)

Thursday, May 28, 2015

Der erste Pilzspaziergang

Trotz (oder gerade wegen der) Erkältung habe ich einen kurzen Spaziergang in die Heide unternommen und dabei auch mal nach Pilzen geschaut. Das Ergebnis fiel, wie zu erwarten, sehr mau aus. Man merkt auch in der Heide die Trockenheit. Ein schöner Lichtblick war der unten abgebildete Porling auf Buchentotholz, bei dem es sich um P. tuberaster, den Sklerotien-Stielporling handeln dürfte. Außerdem waren einige alte Glimmer-Tintlinge und (vermutlich) Stockschwämmchen zu sehen.

Sklerotien-Stielporling am 27.05.2015 in der Dresdener HeideSklerotien-Stielporling am 27.05.2015 in der Dresdener Heide (Draufsicht)

Stellenweise war der Waldboden mit bereits blühenden Walderdbeeren bedeckt (auf meiner Terrasse trägt sie schon seit geraumer Zeit Früchte). Am Wegesrand fanden sich zudem eine Skorpionsfliege und zwei schwarze Schnegel.

Walderdbeeren am 27.05.2015 in der Dresdener HeideSkorpionsfliege am 27.05.2015 in der Dresdener HeideSchwarzer Schnegel am 27.05.2015 in der Dresdener Heide

Ich hoffe, die Pilzsituation bessert sich im Juni und bringt wieder viele Pfifferlinge hervor :)

Friday, April 17, 2015

Wildbienen (2)

Mauerbienen sind fleißig :) Hier die Bilder im Vergleich zum letzten Post (5 Tage).

Wildbienen-Nisthilfe von Dobar wenige Tage zuvorWildbienen-Nisthilfe von Dobar heute
Wildbienen-Nisthilfe aus gebohrtem Pappelholz wenige Tage zuvorWildbienen-Nisthilfe aus gebohrtem Pappelholz heute
Wildbienen-Nisthilfe von Florabest (Lidl) wenige Tage zuvorWildbienen-Nisthilfe von Florabest (Lidl) heute

Sunday, April 12, 2015

Nisthilfen und Unterpflanzung für Wildbienen

Erdbeere, Chili, Paprika, Zucchini, Wassermelone, Kirsche oder Apfel müssen bestäubt werden. Neben den Schwebfliegen (Chili und Paprika!) übernehmen das Bienen und Hummeln. Seit wenigen Tagen sind Mauerbienen hier fleißig am Nistbau. Daher möchte ich die Nisthilfen kurz vorstellen.

Nisthilfe von Dobar

Wildbienenhotel (Dobar)

Ich habe zum Ende des letzten Frühjahrs ein Insektenhotel von Dobar mit Schilf und gebohrten Birkenästen als Nisthilfe aufgehängt. Interessanterweise wurden die Birkenäste zwar besucht, aber ich konnte keinen vollständig belegten Eingang finden. Stattdessen wurden schon nach kurzer Zeit die ersten Schilfröhrchen in Beschlag genommen. Wegen des ausgefransten Schnittes braucht man sich nicht unbedingt Gedanken machen - auch wenn das häufig als Qualitätsdefizit wahrgenommen wird - die Bienen schneiden sich den Eingang frei und räumen das Röhrchen aus, wenn sie Interesse haben. Auf dem Bild rechts ist übrigens eine Mauerbiene zu sehen, die gerade einen Eingang verschließt. Die Birkenhölzer werden derzeit durch die Mauerbienen ebenfalls recht gut angenommen, sind aber noch nicht vollständig belegt und verschlossen.

Unter dem Häuschen habe ich eine Blechdose mit selbst geschnittenem Schilf (in Fixzement eingegossen) angebracht. Ich habe die Schilfröhrchen unterschiedlich lang gelassen. Das führt leider dazu, dass neugierige Vögel sich schnell mal dranhängen und die Eingänge beschädigen. Mal schauen, wie das Produkt angenommen wird.

Nisthilfe aus gebohrtem Pappelholz

Stirnholz mit Bohrung

Das Holz war ein Zufallsfund. Eine Zitterpappel war frisch gefällt wurden und der Eigentümer erlaubte mir, ein ca. 40 cm langes und 20 cm breites Stück mitzunehmen. Ich habe dann etwa 15 cm davon abgeschnitten und mit Bohrern von 4..10 mm Durchmesser Löcher in das Stirnholz gebohrt. Da das recht spät im letzten Jahr geschah, konnte ich mit einer Ausnahme kaum Aktivitäten an dem Holz beobachten. Die Ausnahme war eine Solitärwespe, die innerhalb eines Tages gleich 4 Gänge für sich in Anspruch nahm. Einer davon (leicht schräg unten links im Bild) zeigt ein kleines Loch im Verputz. Hier hatte letztes Jahr eine Schlupfwespe das Gelege parasitiert. In den letzten Tagen hinzugekommen sind Gelege von Mauerbienen. Zwei Eingänge sind sogar schon vollständig belegt! Die Mauerbienen nehmen bevorzugt die Röhren mit 8..10 mm Durchmesser, quetschen sich mittlerweile aber auch in die nur 5..6 mm großen, da die erstgenannten schon belegt sind :)

Man kann auf dem Bild auch den Nachteil von Bohrungen im Stirnholz erkennen: durch die unterschiedliche Trocknung im Inneren und Äußeren des Holzblockes entstehen Risse. Durch diese können Parasiten eindringen. Ich werde den Block also irgendwann wechseln müssen. Als günstiger Ersatz schwebt mir entweder ein Nistholz (ca. 10  EUR) oder ein zersägter Ivar-(Eck-)Pfosten (<10 EUR) vor.

Nisthilfe von Florabest (Lidl)

Nisthilfe von Florabest (Lidl)

Lidl bietet dieses Jahr Nisthilfen für Insekten an. Der Preis liegt bei <10 EUR. Da habe ich zugeschlagen. Das Gehäuse selbst besteht aus eher dünnen, genagelten(?) Brettern und das Metallgeflecht ist geklammert. An der Rückseite besitzt das Haus schon einen Riss. An Materialien wurden Strohwolle, Zapfen, gebohrte Äste sowie Bambusröhren eingesetzt. Ob Schmetterlinge, Marienkäfer und Florfliegen das Angebot annehmen, sei mal dahingestellt. Aber die Röhren vom Bambus und im Astholz sind im Durchmesser ausreichend, auch wenn manchmal ein Ausbohren nicht schaden könnte (notfalls hilft die Rundfeile). Die Mauerbienen haben sie sofort gut angenommen. Ob das auch bei den späteren Bienenarten so sein wird und ob die Brut überlebt, muss sich zeigen. Ich bin nicht unzufrieden, gerade bei dem Preis.

Unterpflanzung

Wildbienen benötigen auch Nahrung. Um sie anzuziehen und ihnen gleichzeitig einen interessanten ansprechenden Mix anzubieten (alles in der Hoffnung, dass sie nebenbei auch meine Nutzpflanzen besuchen), bieten sich Bienenweiden an, also Pflanzen, die den Insekten Nektar und Pollen spenden; gerade in der Stadt, wo die schmückende oft wichtiger als die ökologische Funktion einer Pflanze ist. Besonders zeitig im Jahr, wenn nur wenige Arten blühen, sind Weidearten (Salix) als erste Nahrungsquelle vorhanden. Die wunderschön blühenden Sal-Weiden (Salix caprea) sind oft der erste Treffpunkt für Bienen und Hummeln in der freien Natur, jedoch nur selten in der Stadt (Brachflächen, Vorwaldgesellschaft!). Aufmerksame Menschen haben vielleicht auch den zeitig blühenden Löwenzahn bemerkt, der u.a. unter Obstbäumen nicht fehlen sollte! Was für manche Unkraut ist, nutze ich bei meinen Obstbäumen im Kübel als Unterpflanzung, gemeinsam mit Wildkräuter- und Wildblumenmischungen. Außerdem nutze ich leere Pflanzgefäße für Gründüngerarten (Senf, Lein, Ölrettich, Phacelia etc.), die gerne besucht werden. Als echte Bienenweide entpuppt haben sich außerdem Borretsch (Gurkenkraut), der sehr schön und lange blüht, lecker in Quark und Salaten schmeckt und sich als Unterpflanzung bei Erdbeeren eignet, sowie Kapuzinerkresse, die als Unterpflanzung bei Obstbäumen Blattläuse von den Bäumen ablenkt und Hummeln anlockt. Letztere bietet i.d.R. auch Schwebfliegen Lebensraum, deren Larven Blattläuse fressen und die Hauptbestäuber an Chili und Paprika sind!

Apropos ...

Am Projekttheater in der Neustadt gibt es in der Hauswand auf Augenhöhe alte Bohrlöcher; teilweise ist der Dübel schon rausgefallen. Darin nisten derzeit Mauerbienen! Vor kurzem sah ich auch Werbung für einen einen Eltern-Kind-Nachmittag in der Neustadt/Radeberger Vorstadt zum Bau von Insektenhotels, was ich für eine schöne Idee halte. Vielleicht konnte ich ja Interesse an einem eigenen Bienenhotel wecken :)

Ausgewählte Links

Monday, March 23, 2015

Start ...

Seit einiger Zeit lebe ich nun in der Dresdner Neustadt und kann eine schöne, großzügige Dachterrasse im 4. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses nutzen. Auf diesem Blog möchte ich ein wenig von meinen Erfahrungen beim Gärtnern auf dieser Stadt-Dachterrasse aber auch beim Pflanzen von Bäumen und Sträuchern (vor allem an Gewässern) erzählen.

Wer es bis hierher noch nicht erahnt: in meiner Wohnung und auf meiner Dachterrasse finden sich viele unterschiedliche Pflanzen: u.a. Carnivore, Blumen, "Grünpflanzen", Gemüse, Beerensträucher, Obststämme, Laub- und Nadelhölzer. Auch wenn die Terrasse groß ist, sind den Ambitionen durch die Statik, den Platz- und Wasserbedarf der Pflanzen natürliche Grenzen gesetzt. Wer möchte hier schon einen 6-Meter-Apfelbaum stehen haben? Ich sicher nicht :) Aber auch auf kleinem Raum kann man viel erreichen. Dabei versuche ich, die Grundsätze der Mischkultur anzuwenden, biete Nisthilfen und Bienenweiden an und verarbeite alle pflanzlichen Reste in einer Wurmkiste zu Kompost. Hört sich das spannend an?

Aufgrund meiner Arbeit und der Berufung als Lehrer der DWA-Gewässernachbarschaft "Obere Elbe" liegen mir außerdem unsere strukturell massiv verarmten Gewässer am Herzen. Vielen davon fehlt schon das Notwendigste - nämlich standortgerechte Bäume und Sträucher im Uferbereich und im Gewässerrandstreifen. Dabei kann jeder (das Einverständnis des Besitzers bzw. Bewirtschafters des Grundstückes vorausgesetzt) viel für die Gewässer tun, indem er die richtigen Pflanzen anpflanzt. Das ist in aller Regel nicht schwer und auch in kleinem Kreis schnell getan. Das Ergebnis kann eine abwechslungsreiche Aue mit unterschiedlichen, teils sehr schön blühenden oder samenden Gehölzen sein, die das Gewässer strukturell aufwerten und gleichzeitig die Ufer befestigen, dem Hochwasserschutz dienen und z.B. Vögeln, Schmetterlingen und (Wild-)Bienen Nahrung und Lebensraum bieten. Wer das nicht glaubt, kann sich einfach mal das Europäische Pfaffenhütchen (Spindelstrauch), die Zitterpappel (Espe), die Schwarzerle, die Gewöhnliche Traubenkirsche oder eine der vielen einheimischen Weidenarten anschauen.

Wednesday, December 3, 2014

WISO Steuer-Sparbuch unter Debian Linux

Ich bin begeistert, denn meine USB-Stick Installation vom WISO Steuer-Sparbuch lässt sich ganz einfach unter Debian Linux mit Wine nutzen:

wine32 /media/pfad/mein/stick/WISO/Steuersoftware\ 2014/usbstart.exe

Es gab überhaupt keine Probleme während der mehrstündigen Arbeit!! Die Update-Funktion werde ich bei Gelegenheit noch testen, genauso wie die Installation auf den USB-Stick unter Wine. Für letzteres hatte ich noch auf Windows zurückgegriffen. Genial :)

Update 10.12.2014: Leider wird die Steuererklärung (Kurzform) nicht erstellt und scheinbar auch nicht via Elster übertragen. Die erstellte PDF-Datei enthält nur die Checkliste sowie die Übersichten zu einzelnen Positionen. Ich musste leider doch Windows aufrufen, um die Erklärung und die PDFs korrekt zu erstellen. Schade! Werde das ans WISO-Team melden.

Monday, November 17, 2014

Pilzfundliste 2014

Das Pilzjahr nähert sich dem Ende und ich kann auf tolle Pilzfunde, auch einige Erstfunde, leckere Mahlzeiten und schöne Spaziergänge zurückschauen. Zu den begangenen Wäldern gehörten das Gebiet um Dresden, insbesondere die Dresdner Heide, der Zellwald bei Nossen, die brandenburgischen Wälder nahe Elsterwerda und der Darßwald.
Eine Information wurde mir erst dieses Jahr bewusst gemacht und ich möchte sie voranstellen: diverse Pilzarten, die ich und vermutlich auch andere bisher als selbstverständlich gesammelt haben, stehen unter Artenschutz (§ 1 i.V.m. Anlage 1 BArtSchV) und dürfen nur für den Eigengebrauch gesammelt werden (§ 2 Abs. 1 BArtSchV). Dazu gehören u.a. Steinpilze (Boletus edulis) sowie alle einheimischen Pfifferlinge (Cantharellus spp.), Birkenpilze und Rotkappen (Leccinum spp.). Für weitere Pilzarten wie den Schwarzhütigen Steinpilz (auch Bronzeröhrling, Boletus aereus) besteht keine solche Ausnahmeregelung und sie sind unbedingt zu schonen. Im übrigen können Pilze auch auf das regelmäßige Betreten des Waldes mit Rückzug reagieren (vgl. Cantharellus lutescens auf Seite 7 hier). Ich fände es schön, wenn mehr Menschen diese Informationen bewusst wären.
Im Folgenden befindet sich nun die Auflistung meiner besonderen Pilzfunde aus dem Jahr 2014 und ggf. ihre Stellung auf der "Roten Liste Pilze Sachsen" (1999) bzw. ihrem sonstigen Schutzstatus. Erstfunde und sind fett dargestellt.
  • Hasenröhrling (Gyroporus castaneus, RL 2)
  • Flockenstieliger Hexenröhrling (Boletus erythropus)
  • Kornblumenröhrling (Gyroporus cyanescens, RL 2)
  • Pfefferröhrling (Chalciporus piperatus)
  • Porphyrröhrling (Porphyrellus porphyrosporus)
  • Beringter Rotfußröhrling (Xerocomus pruinatus)
  • Rotkappe (Leccinum leucopodium, L. spp., RL 2)
  • Schmarotzerröhrling (Pseudoboletus parasiticus)
  • Samtpfifferling (Cantharellus friesii, RL 3)
  • Trompetenpfifferling (Craterellus tubaeformis)
  • Kegeliger Saftling (Hygrocybe conica)
  • Wiesenchampignon (Agaricus campestris)
  • Grubenlorchel (Helvella lacunosa)
  • Herbstlorchel (Helvella crispa)
  • Stinkmorchel (Phallus impudicus)
Zu den typischerweise angetroffenen Speisepilzen 2014 gehörten zudem:
  • Birkenpilz/Raufußröhrling (Leccinum scabrum, L. spp., RL 3)
  • Butterpilz (Suillus luteus)
  • Goldröhrling (Suillus grevillei)
  • Gemeiner Rotfußröhrling (Xerocomellus chrysenteron)
  • Sandröhrling (Suillus variegatus)
  • Steinpilz (Boletus edulis, evtl. auch Boletus aestivalis)
  • Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus)
  • Echter Pfifferling (Cantharellus cibarius)
  • Violetter Lacktrichterling (Laccaria amethystea)
  • Krause Glucke (Sparassis crispa)
Daneben standen natürlich noch Dutzende bekannte und unbekannte Pilzarten in den o.g. Wäldern. Hier noch einige Impressionen:
Pilzfunde im September 2014 Cantharellus spp. Pilzfunde im November 2014 Cantharellus cibarius Pseudoboletus parasiticus Craterellus tubaeformis (rasig) Phallus impudicus Hallimasch entlang des Blitzschlags Fuligo septica Flechtenblüte

Tuesday, November 11, 2014

*Pics* Hygrocybe conica

Hygrocybe conica Hygrocybe conica
Kegeliger Saftling / Kegelhütiger Saftling / Schwärzender Saftling / Hygrocybe conica
Grödel-Elsterwerdaer-Floßkanal, nahe Ortslage Gröditz, Sachsen

Monday, July 7, 2014

Gartenfreuden - Schwebfliegen, Chili, Bestäubung und die Farbe Blau

Wenige Worte vorweg ...

Ich möchte ein wenig von meiner Terasse und den darauf abgestellten Pflanzen berichten. Vielleicht finden sich für einige Leser Anregungen zur Gestaltung ihres Balkons oder Gartens. Ich kann dankbarerweise auf eine großzügig dimensionierte Terrasse zugreifen.

... und los gehts

Da der OBI meines Vertrauens vor kurzem gut gewachsene Chili-Pflanzen (u.a. Habanero, Jalapeno, Cayenne, etc.) zum Kampfpreis von 99 Cent veräußerte, habe ich mir kurzerhand noch eine Chili "Purple Ball" im 9cm Keramik-Topf zugelegt, wobei es sich wohl um eine C. annuum "Bolivian Rainbow" handelt. Die Pflanze hatte bereits drei Früchte und mehr als ein Dutzend offener Blüten, wohl dank eines besonders guten Standortes im Außenbereich des Marktes :) - andere Pflanzen hatten noch keine Blüten. Nachdem ich die Pflanze umgetopft hatte (25cm Topf / 5 Liter, Substrat aus drei Teilen Blumenerde, drei Teilen Pflanzerde und je einem Teil Mineralsteine und Seramis Granulat), bekam sie einen Standort in der Nähe diverser Blumen.

Die bereits zahlreich vorhandenen Schwebfliegen fanden diese Chili im Gegensatz zu Habanero und Dutch Red, die nur wenige Meter entfernt stehen, sofort interessant. Die Tiere sind an diesem Standort sehr aktiv, da sich im Topf nebenan blaue bis rosa-farbene Kornblumen befinden, die die Schwebfliegen genauso intensiv frequentieren, wie den blau blühenden Borretsch auf der anderen Seite des Chili-Topfes und die weißen Erdbeerblüten der Nachbarschaft. Insbesondere die Blüten des Borretsch ähneln den Blüten der "Purple Ball" sehr. Mein Tipp: Evtl. verhelfen Kornblume, Borretsch und Erdbeere in der Nachbarschaft der "Purple Ball" / "Bolivian Rainbow" zu einer besseren Befruchtung und einer reicheren Ernte. Über das Ergebnis werde ich sicher noch berichten.

Weder an der reichlich blühenden (und auch gut tragenden) Dutch Red noch an der seit kurzem blühenden Habanero konnte ich Schwebfliegen beobachten. Allerdings steht die Habanero in Mischkultur mit Borretsch (Die kleinen Borsten/Stachel des Borretsch können die Blätter der Chili-Pflanze schädigen!! Beim nächsten mal werde ich einen etwas größeren Abstand einplanen.), der demnächst zu Blühen beginnt. Vielleicht ändert sich das dann. Auch darüber werde ich sicher noch berichten.

Tuesday, December 10, 2013

*Link* Writers Against Mass Surveillance Petition

Ich habe heute die Petition Die Demokratie verteidigen im digitalen Zeitalter der Writers Against Mass Surveillance unterschrieben und bitte jeden, der diese Gedanken teilt, dies ebenfalls zu tun. Hier der Link:

http://www.change.org/de/Petitionen/die-demokratie-verteidigen-im-digitalen-zeitalter

Today I signed the petition A STAND FOR DEMOCRACY IN THE DIGITAL AGE created by the Writers Against Mass Surveillance and I hereby ask everybody sharing these thoughts to do the same. Follow this link:

http://www.change.org/de/Petitionen/a-stand-for-democracy-in-the-digital-age-3

Thursday, September 12, 2013

*Pics* Spinnentierchen aus dem Moos

Folgende Bilder habe ich heute mit einem USB-Mikroskop (20- und 80-fache Vergrößerung) gemacht. Die Tiere, die nicht größer als einen Millimeter sein können, waren in deutlich größerer Zahl in einer Handvoll Moosproben enthalten. Ich kann die Mundwerkzeuge nicht gut erkennen. Gut sichtbar sind die Haare am Hinterleib sowie die acht Beine. Milbe oder Zecke?